Auslagerung von Geschäftszweigen nach Osteuropa
Kennen Sie einen großen Konzern der heutigen Zeit, der alle Geschäftsbereiche und Tätigkeitszweige im selben Land bzw. in ein und derselben Firma integriert hat? – Sie werden zwar noch einige wenige ausfindig machen können, trotz allem ist dies bei der Mehrheit der heutzutage großen Unternehmen keineswegs mehr der Fall. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Personal- sowie Produktionskosten in reichen Ländern wie Österreich, Deutschland und der Schweiz einfach zu hoch sind, um diesem finanziellen Druck auf Dauer Stand halten zu können. Dadurch verringern sich natürlich auch die Umsätze und folglich der Gewinn, was die jeweilige Firma nicht mehr ganz so „erfolgreich“ erscheinen lässt. Demnach entscheiden sich immer mehr deutsche, österreichische sowie Schweizer Unternehmen und Konzerne dazu, ausgewählte Geschäftszweige und Dienstleistungsbereiche in Billiglohnländer, meist nach Osteuropa, auszulagern. Dort gestalten sich zwar die Produktionskosten sowie Personalkosten um ein Vielfaches niedriger, trotzdem könnte die Arbeit bei Nicht-Outsourcing natürlich effizienter erledigt werden.
Tatsache ist, dass das Personal in Billiglohnländern, wie beispielsweise in Osteuropa, nicht jenes Know-How und Wissen besitzt im Vergleich zu Angestellten in Österreich und Deutschland. Genau aus diesem Grund werden ausschließlich Geschäftsbereiche ausgelagert, die auch in anderen Ländern mit einer qualitativ guten, den dortigen Umständen entsprechenden, Qualität verwaltet werden können. So kommt es, dass Konzerne ausgewählte Geschäftsbereiche wie Industriereinigung, Industrieverwaltung, etc. an Drittunternehmen, also in diesem Fall an einen Industriemeister, übergeben oder in einem anderen Land eine sogenannte Tochtergesellschaft gründen, die sich auf die auszulagernden Tätigkeitsfelder spezialisiert. Infolgedessen können die jeweiligen Bereiche schnell und vor allem kostengünstig abgewickelt werden.
Outsourcing bringt natürlich auch einige Nachteile mit sich. Einer davon ist die Abhängigkeit vom Drittunternehmen bzw. der jeweiligen Tochtergesellschaft im Ausland. Dadurch, dass gewisse Geschäftsbereiche nicht mehr vor Ort ausgeführt werden, muss ständig Absprache mit der jeweiligen anderen Niederlassung geführt werden – dies im Hinblick auf die Produktion von Gütern und Produkten, Auslieferungszeitpunkt, Fertigstellungen, etc. Fazit: Die Kommunikation muss folglich einwandfrei erfolgen, um Missverständnisse bzw. Konversationsprobleme zu vermeiden.