Betriebsansiedlung im Ausland

Das Errichten und Pflegen eines neuen Betriebsstandortes ist eine Entscheidung, die einerseits gut durchdacht, andererseits profund in den wesentlichen Schritten geplant werden sollte. Tatsache ist, dass sowohl die Neuakquisition als auch die Verlegung eines bereits bestehenden Firmenstandortes in ein anderes Land mit einer langfristigen Investitionsentscheidung einhergehen. Dabei liegt es selbstverständlich offen auf der Hand, dass die Konsequenzen und Folgen einer derartigen Entscheidung für einen etwas längeren Zeitraum das Tagesgeschäft in operativer Hinsicht sowie das gesamte Finanzmanagement eines Unternehmens beeinflussen und in diesem Sinne auch einschränken können.

Als besonders wichtig und essentiell erweist sich die optimale und problemlose Abwicklung des Immobiliengeschäftes im Rahmen der gesamten Betriebsansiedlung-Planung. In diesem Zuge gilt es zu allererst abzuschätzen, welche Länder als potenzielle Standorte für eine Betriebsniederlassung in Frage kommen könnten. Dabei müssen wichtige Kriterien hinsichtlich jedes Standortes bewertet, abgewogen und miteinander bzw. untereinander verglichen werden. Wichtige Fragen, essentielle Hausaufgaben und Aspekte, denen sich in dieser Hinsicht jeder Unternehmer stellen muss, sind folgende:

  • Welche Länder kommen für mich in Frage? Wo könnte ich mir lokal eine Betriebsniederlassung vorstellen? Verwenden Sie dazu vorhandene Standortdateien, die Ihnen ermöglichen, schnell und rasche Auskünfte über Betriebsgrundstücke, deren Infrastruktur sowie über freie Gebäude und deren Ausstattung, d.h. Anzahl der Büros, Werkstätten und Werktische, Produktionsbereiche, etc.,  zu generieren.
  • Wie gestalten sich die Qualifizierungsmöglichkeiten der Mitarbeiter in jenem Land, in welchem Sie eine Betriebsniederlassung ins Auge fassen? Ziehen Sie im Falle schlechter Ausbildungen vor Ort ansässiger Mitarbeiter die Möglichkeit in Betracht, einige der Mitarbeiter Ihres Unternehmens in das Land, in welchem Sie eine neue Niederlassung gründen möchten, zu schicken. Diese könnten den Aufbau einer neuen Betriebsstätte mit vorhandenem erstklassigen Know-How zielorientiert bewältigen. Die Frage, die sich hier stellt, ist jene, ob Sie auf diese qualifizierten Mitarbeiter in Ihrer Hauptzentrale verzichten möchten?
  • Klären Sie vorab, ob Sie etwaige Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen können? Welche Voraussetzungen müssen Sie dafür erfüllen? Im Rahmen des finanziellen Bereichs sollte auch das Thema “Kreditkarte” besprochen werden. Wenn möglich, sollten Kreditkarten aus Österreich auf jeden Fall beibehalten und keine ausländischen angeschafft werden, da dies zu Komplikationen führen könnte.
  • Informieren Sie sich, welche Behördenkontakte Sie eingehen müssen und wie sich die allgemeinen Genehmigungsverfahren gestalten. Beispiel: Möchten Sie beispielsweise ein Hotel im Sinne und Stil des Hotel Tannenberg in Saalbach Hinterglemm in unter anderem Deutschland eröffnen, so ist es erforderlich, in Erfahrung zu bringen, welche deutschen Behörden Sie abklappern müssen. Informieren Sie sich rechtzeitig, sodass Sie alle nötigen Dokumente zusammentragen können.
  • Klären Sie die jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen jenes Landes, in welchem Sie eine Betriebsansiedlung anstreben.
  • Holen Sie zudem Informationen hinsichtlich Genehmigungen sowie Vetragsverhandlungen, die bis zur endgültigen Unterschriftsreife notwendig sind, ein.
  • Denken Sie an Webpräsenzen für Ihre Betriebsniederlassung im Ausland. Lösungen mittels Drupal, Typo3, Magento und Co. erweisen sich als besonders professionell, seriös und qualitativ hochwertig.

Wie vorhin bereits angesprochen sollten Sie im Falle einer Betriebsansiedlung in beispielsweise Brasilien gründlich überlegen, ob Sie Personen dieses Landes als Mitarbeiter anwerben möchten oder ob Sie doch lieber qualifizierte Fachkräfte Ihres eigenen Landes mit dem Aufbau einer neuen Betriebsstätte im Ausland konfrontieren möchten. Hier ist es besonders wichtig, sich mit dem Arbeitsrecht des jeweiligen Landes genauestens zu beschäftigen.

  • Der Vorteil von, in diesem Falle, brasiliansichen Mitarbeitern liegt darin, dass sich die Personalkosten als sehr niedrig gestalten. Betriebsansiedungen in Billiglohn-Ländern gehen somit stets mit niedrigem finanziellen Aufwand hinsichtlich Personal und dessen Rekrutierung einher. Außerdem sind diese Mitarbeiter der jeweiligen Sprache des Landes, in der die neue Betriebsstätte aufgebaut wird, mächtig.
  • Der Nachteil von, in diesem Falle, brasiliansichen Mitarbeitern ist darin zu sehen, dass diese nicht über die nötige Ausbildung sowie das erforderliche Know-How verfügen, um die anfallenden Arbeiten ebenso gut erledigen zu können, wie dies ein Mitarbeiter aus Deutschland oder Österreich vollbringen könnte. Österreichische und deutsche Mitarbeiter können zwar fach-spezifisches Wissen und eine fundierte Ausbildung vorweisen, würden jedoch wieder erhöhte Personalkosten verursachen.