Produktion im Ausland

Immer mehr deutsche sowie österreichische Unternehmen und Konzerne gründen Tochterfirmen im Ausland – dies im Hinblick darauf, um Produktions- und Personalkosten einsparen zu können. Auf vorderster Front stehen hierbei Länder wie beispielsweise Ungarn, Polen, Tschechien und Slowenien.

Laut Statistiken hat bereits jeder dritte große Konzern in Deutschland und Österreich gewisse Produktionssparten bzw. Geschäftsbereiche ins Ausland verlagert. Wir sprechen in diesem Sinne von „Outsourcing“, was genau genommen bedeutet, dass jene Geschäftsfelder in Tochterkonzerne in andere Ländern, vorzugsweise im EU-Ostblock-Raum, ausgelagert werden, die dort zu besseren Konditionen sowie meist zeitlich schneller abgewickelt werden können. Meist geht dieses Vorhaben mit besseren EU-Förderungen einher, was infolgedessen die Produktions- und Personalkosten um einen deutlichen und ausschlagekräftigen Anteil sinken lässt.

Die gewöhnlichsten Gegenstände, die wir im eigenen Haushalt besitzen, sind mehrfach nicht in Deutschland oder Österreich erzeugt. So kann es schon mal vorkommen, dass die Schwimmbadheizung, der Laptop, das Wasserbett oder der Computertisch in Ländern wie Ungarn, Polen, Tschechien und Slowenien produziert worden sind; ist der Mutterkonzern jedoch eine österreichische bzw. deutsche Firma, so bleibt natürlich auch das Produkt österreichisch bzw. deutsch.

Dadurch, dass derartige Produkte in anderen Staaten billiger erzeugt werden können, z.B. weil die Arbeitskräfte dort günstiger sind, ist es möglich, diese Produkte im eigenen Land, d.h. Österreich und Deutschland, zu einem geringeren Preis an den Endkunden zu verkaufen. Darüber hinaus sind in Ländern wie Ungarn, Polen, Tschechien und Slowenien riesengroße Industriegrundstücke günstig zu erwerben. Infolgedessen stehen der dort ansässigen Tochterfirma immense Produktionsflächen zur Verfügung, was natürlich die allgemeine Erzeugung von Produkten und Gütern wiederum um ein Vielfaches erleichtert.

Abschließend sei erwähnt, dass mehrheitlich ausschließlich Produktionsbereiche ausgelagert werden. Sparten wie u.a. das Management, Marketing, Finanzen und Logistik, die im Grunde genommen das zentrale Spektrum eines Unternehmens bzw. Konzerns darstellen, verweilen in der jeweiligen Mutterfirma. Von dort werden alle wichtigen Befehle nach außen, d.h. in die einzelnen Tochterunternehmen, erteilt und der allgemeine Ablauf bzw. Prozess, ausgehend von dieser zentralen Stelle, gesteuert.